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Glossar

 Bakterien
einzellige, aus sich selbst teilungsfähige Mikroorganismen mit einer Größe von 1 - 10 µm; in der Medizin bedeutsam als Erreger von Erkrankungen; siehe auch Viren; siehe auch Pilze;
 Bande 3
anderer Name: Anion Exchanger 3; Hauptfunktion ist die Stabilisierung der Erythrozytenmembran; vererbte Strukturdefekte führen zur hämoloytischen Anämie; siehe Kugelzellen-Anämie; eine andere Form findet sind in den Nierengängen;
 Basalmembran
Membran, die verschiedene Gewebe und Zellgruppen voneinander trennt; ist aus 4 Schichten aufgebaut; das Durchbrechen der Basalmembran durch Krebszellen ist ein Zeichen ihrer Bösartigkeit;
 basophile Granulozyten
Kurzform: Basophile; Unterform der Leukozyten; Aufgaben sind die Regulation von Funktionen des Immunsystems bei allergischen Reaktionen und die Vernichtung von Fremdstoffen und Krankheitserregern;
 Bauchspeicheldrüse
Pankreas; Organ des Körpers im oberen Bauchraum; Hauptfunktionen sind die Herstellung von Hormonen für den Stoffwechsel und von Sekreten für die Verdauung; Hormone sind Insulin, Somatostatin und Glukagon, sie werden über das Blut transportiert; die wichtigsten Bestandteile in den Sekreten sind Enzyme, z. B. Amylase und Lipase, sie werden über den Bauchspeicheldrüsengang in den Zwölffingergang transportiert; anatomisch wird die Bauchspeicheldrüse in den Kopf, den Körper und den Schwanz unterteilt;
 Bauchspeicheldrüsenkrebs
Pankreaskarzinom; siehe Leitlinie Bauchspeicheldrüsenkrebs;
 BEACOPP
Abkürzung für ein Behandlungsschema bei Patienten mit Hodgkin-Lymphom; besteht aus Bleomycin, Etoposid, Adriamycin, Cyclophosphamid, Vincristin (Oncovin), Procarbazin und Prednison;
 BEACOPP-esk
Abkürzung für ein Behandlungsschema bei Patienten mit Hodgkin-Lymphom; besteht aus Bleomycin, Etoposid, Adriamycin, Cyclophosphamid, Vincristin (Oncovin), Procarbazin und Prednison in höherer Dosierung;
 BEACOPP-eskaliert
Abkürzung für ein Behandlungsschema bei Patienten mit Hodgkin-Lymphom; besteht aus Bleomycin, Etoposid, Adriamycin, Cyclophosphamid, Vincristin (Oncovin), Procarbazin und Prednison in höherer Dosierung;
 Begleiterkrankung
Erkrankung, die bei einem Patienten zusätzlich, neben der im Vordergrund stehenden Krankheit vorliegt; Beispiel für eine Begleiterkrankung ist Diabetes mellitus bei einem Krebspatient;
 Begleiterkrankungen
siehe Begleiterkrankung; Erkrankungen, die bei einem Patienten zusätzlich, neben der im Vordergrund stehenden Krankheit vorliegen; Beispiele für Begleiterkrankungen sind Diabetes mellitus und Bluthochdruck bei einem Krebspatient;
 Bence-Jones-Eiweiß
Eiweiß aus den leichten Ketten der Immunglobuline; werden von monoklonalen Plasmazellen gebildet, z. B. beim Multiplen Myelom, aber auch bei anderen Erkrankungen; mögliche Folgen sind Ablagerung im Gewebe und Schädigung von Organen, siehe auch Amyloidose; wird im Blut und im Urin nachgewiesen;
 Bence-Jones-Protein
Eiweiß aus den leichten Ketten der Immunglobuline; werden von monoklonalen Plasmazellen gebildet, z. B. beim Multiplen Myelom, aber auch bei anderen Erkrankungen; mögliche Folgen sind Ablagerung im Gewebe und Schädigung von Organen, siehe auch Amyloidose; wird im Blut und im Urin nachgewiesen;
 Bendamustin
Medikament aus der Gruppe der Alkylanzien; wird in der Chemotherapie vor allem bei malignen Lymphomen, bei der chronischen lymphatischen Leukämie und beim Multiplen Myelom eingesetzt; auch beim Brustkrebs und bei anderen Krebserkrankungen wirksam; intravenöse Gabe;
 benigne
gutartig, siehe maligne;
 Best Supportive Care
englischsprachiger Begriff für die bestmögliche, unterstützende Behandlung eines Patienten;
 Bestrahlung
Überbegriff für eine Behandlungsmethode unter Verwendung von ionisierenden Strahlen; Bestrahlung kann von außen z. B. mit einem Linearbeschleuniger, oder im Körper mit Radionukliden oder mit Seeds erfolgen;
 Beta-2-Mikroglobulin
Eiweiß; Teil der MHC I Struktur auf der Oberfläche von Zellen; in geringer Menge im Blut vorhanden, wird über die Niere ausgeschieden; bei Patienten mit Lymphomen oder Multiplem Myelom kann Beta 2 Mikroglobulin erhöht sein und zur Bestimmung der Aktivität der Krankheit genutzt werden; es ist auch erhöht bei Patienten mit Niereninsuffizienz;
 Beta-Thalassämie
angeborene Erkrankung der roten Blutkörperchen; Ursache ist eine verminderte oder fehlende Bildung der Beta-Kette von Hämoglobin; je nach Schwere des Defektes wird das Krankheitsbild in verschiedene Formen eingeteilt;
 Bevacizumab
Medikament aus der Gruppe der monoklonalen Antikörper; richtet sich gegen VEGF und hemmt die Neubildung von Blutgefäßen; wirksam beim Brustkrebs, nicht-kleinzelligen Lungenkrebs, Dickdarmkrebs und bei anderen Krebserkrankungen; wird auch in der Augenheilkunde zur örtlichen Behandlung der feuchten Maculadegeneration eingesetzt;
 Bicalutamid
Medikament aus der Gruppe der nicht-steroidalen Antiandrogene; hemmt die Wirkung der männlichen Geschlechtshormone durch Blockade des Androgenrezeptors; wird in der antihormonellen Behandlung des fortgeschrittenen Prostatakrebs eingesetzt; orale Gabe;
 bildgebende Verfahren
Überbegriff für alle Untersuchungsmethoden, bei denen der Körper oder Teile des Körpers mit Hilfe von Bildern dargestellt werden; hierzu gehören Ultraschalluntersuchungen, Röntgenaufnahmen, Computertomographie, Kernspintomographie, Endoskopie, Szintigraphie, Positronenemissionstomographie u. a.;
 Bilirubin
gehört zu den Gallefarbstoffen; Abbauprodukt von Hämoglobin; bei der Laboruntersuchung werden direktes (nicht an Albumin gebundenes) Bilirubin und indirektes (an Albumin gebundenes) Bilirubin unterschieden; Laborwert zur Beurteilung des Abbaus von Hämoglobin und von Ausscheidungsstörungen der Leber oder der Gallenwege;
 Biopsie
Entnahme von Gewebe; kann mit verschiedenen Techniken durchgeführt, abhängig vom Ziel der Entnahme: Stanzbiopsie, Feinnadelbiopsie, Vakuumbiopsie, offene Biopsie u. a.; bei Punktionen im Inneren des Körpers werden bildgebende Verfahren zur Steuerung der Biopsie eingesetzt;
 Birt-Hogg-Dubé-Syndrom
seltene angeborene Erkrankung; erhöhtes Risiko für chromophobe Nierenzellkarzinome; die Vererbung ist autosomal dominant;
 Bisphosphonate
Gruppe von Medikamenten, die den Abbau von Knochensubstanz hemmen; wird vor allem bei Patienten mit Knochenmetastasen, beim Multiplen Myelom und bei Osteoporose eingesetzt; auch wirksam zur Senkung des Kalzium bei Patienten mit Hyperkalzämie;
 BKS
Abkürzung für Blutkörperchensenkungsgeschwindigkeit; anderer Begriff BSG; Bestimmung der Geschwindigkeit, mit der die roten Blutkörperchen in einem Messröhrchen absinken; gemessen wird nach 1 und 2 Stunden; eine Erhöhung, d. h. Beschleunigung, wird vor allem bei Entzündungen, aber auch bei bösartigen Krankheiten;
 Blasten
unreife Zellen; im Knochenmark Begriff für die bösartigen Zellen bei Patienten mit Akuter Myeloischer Leukämie (AML) oder Akuter Lymphatischer Leukämie (ALL)
 Bleomycin
Medikament aus der Gruppe der Antibiotika; wird in der Chemotherapie bei Lungenkrebs, Hodenkrebs, Hodgkin-Lymphom, akuten Leukämien und anderen Krebserkrankungen eingesetzt; Gabe intravenös;
 Blutausstrich
Verteilung von Blut auf einem Objektträger für die mikroskopische Auswertung; siehe Blutbild;