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 Haarzell - Leukämie
seltene Leukämie; gehört aufgrund ihrer Entstehung und dem Verlauf der Erkrankung zu den indolenten Non - Hodgkin Lymphomen; wird in die klassische Haarzell - Leukämie und die Haarzell - Leukämie Variante unterteilt; siehe Leitlinie Haarzell - Leukämie
 Haemophilus influenzae
Gram-negative, stabförmige Bakterien aus der Gruppe der Pasteurellaceae; kann unterschiedliche Infektionen hervorrufen; sprechen in der Regel gut auf Antibiotika an;
 halogenierte Kohlenwasserstoffe
Gruppe chemischer Substanzen, die als Insektizide zum Einsatz kommen; Krebsauslöser;
 HAM
Abkürzung für ein Behandlungsschema bei Patienten mit Akuter Myeloischer Leukämie (AML); besteht aus hochdosiertem Cytosin-Arabinosid und Mitoxantron; auch bei der ALL und bei Lymphomen wirksam;
 hämatogen
Ausbreitung über das Blut; siehe auch lymphogen;
 Hämatokrit
Anteil aller Blutzellen am Volumen des Blutes; wird in % gemessen;
 Hämatologie
Lehre vom Blut; umfasst die Grundlagen und die Erkrankungen des Blutes einschl. der blutbildenden Organe; Teilgebiet der Inneren Medizin;
 Hämoblastose
Oberbegriff für bösartige Erkrankungen, die von blutbildenden Zellen ausgehen; ist heute weitgehend durch die genaueren Bezeichnungen von Leukämie, Lymphom u. a. abgelöst worden;
 Hämoglobin
roter Blutfarbstoff; wird in den Erythrozyten transportiert; Hauptaufgabe ist die Sauerstoffbindung; Hämoglobin ist aus vier Eiweißketten zusammengesetzt, am häufigsten aus 2 Alpha- und 2 Beta-Ketten;
 Hämoglobin A
Hämoglobin aus zwei Alpha- und zwei Beta-Ketten; häufigste Form des Hämoglobins beim Erwachsenen;
 Hämoglobin C
genetisch bedingte Veränderung von Hämoglobin mit einer Mutation in der Beta-Kette; kann zu einer hämolytischen Anämie führen;
 Hämoglobin S
Hämoglobin bei der Sichelzellkrankheit;
 Hämoglobinopathie
Überbegriff für angeborene Erkrankungen aufgrund einer Veränderung von Hämoglobin;
 Hämolyse
Auflösung von Erythrozyten infolge der Zerstörung ihrer Membran; die Ursachen sind vielfältig;
 hämolytisch
Eigenschaftswort zu Hämolyse
 hämolytisch-urämisches Syndrom
akute Erkrankung durch massive Schädigung der Innenwand von Blutgefäßen; häufigste Ursache sind Infektionen, seltener Medikamente oder eine Komplikation in der Spätschwangerschaft; Folgen sind Hämolyse und Einschränkung der Nierenfunktion;
 hämolytische Anämie
Gruppe von Krankheiten, bei denen es durch Zerstörung von Erythrozyten zu einer Anämie; die Ursachen sind vielfältig;
 hämolytische Krise
kurzfristig auftretende Hämolyse;
 Hämophilie
Bluterkrankheit; Ursache ist ein vererbter Mangel an den Gerinnungsfaktoren VIII (Hämophilie A) oder IX (Hämophilie B); X chromosomal rezessiv vererbt; tritt bei Männern in unterschiedlichen Schweregraden auf;
 Hämostaseologie
Lehre von der Blutgerinnung
 Hand - Fuß - Syndrom
palmoplantare Dysästhesie oder palmoplantare Erythrodysästhesie; Krankheitsbild, bei dem sich die Haut der Handinnenflächen und der Fußsohlen verändert: Rötung, Schwellung, Missempfindungen, Taubheitsgefühl, manchmal auch Ablösung der oberen Hautschicht; wird in verschiedene Schweregrade eingeteilt; tritt vor allem als Nebenwirkung von Medikamenten der Krebstherapie auf, z. B. 5-FU, Capecitabin, Cytosin-Arabinosid, liposomales Doxorubicin, Sorafenib, Sunitinb, Taxane u. a.;
 haploident
Begriff aus der Transplantation bei verwandten Spendern; die Hälfte der Gewebsmerkmale stimmt überein, also die von einem der beiden Elternteile vererbten Anlagen;
 Haptoglobin
Glykoproteine; Funktion beim Transport und beim Abbau von Hämoglobin; Laborwert zum Nachweis eines vermehrten Abbaus von Erythrozyten (Hämolyse); bei Hämolyse sinkt Haptoglobin oder ist nicht mehr nachweisbar;
 Harnleiter
Ureter; verbindet die Nieren über das Nierenbecken mit der Blase;
 Harnsäure
natürliches Endprodukt des Abbaus von Nukleinsäuren; wird im Urin ausgeschieden; Laborwert zur Beurteilung der vermehrten Zerstörung von Zellen und zur Beurteilung der Nierenfunktion;
 Harnstoff
Abbauprodukt des Stoffwechsels; wird im Urin ausgeschieden; Laborwert zur Beurteilung der Nierenfunktion;
 Hautnekrosen
Absterben von Haut; Ursachen sind vielfältig und reichen von einer direkten Hautschädigung von außen (z. B. Verbrennung) über Durchblutungsstörungen zur Nebenwirkung von Medikamenten (z. B. Marcumar);
 Hb
Abkürzung für Hämoglobin; roter Blutfarbstoff; wird in den Erythrozyten transportiert; Hauptaufgabe ist die Sauerstoffbindung; Hämoglobin ist aus vier Eiweißketten zusammengesetzt, am häufigsten aus 2 Alpha- und 2 Beta-Ketten;
 HbA
Abkürzung für Hämoglobin A, die normale Form des Hämoglobin bei Erwachsenen;
 HbF
Abkürzung für Hämoblobin F, das fetale Hämoglobin, das Hämoglobin des Ungeborenen;