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Maligne Knochentumore des Erwachsenen

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Maligne Knochentumore des Erwachsenen

Stand: Mai 2011
Autoren: Jochen Schütte, Jörg Thomas Hartmann, Rolf D. Issels, Peter Reichardt

1Definition und Basisinformation

Mittels multimodaler, interdisziplinärer Therapiekonzepte sind langfristige krankheitsfreie Überlebensraten von 50-70% erreichbar. Die Behandlung soll ausschließlich an Zentren mit einem in der Therapie dieser Tumoren erfahrenen Team und im Rahmen der aktuellen Studien erfolgen (EURAMOS 1, EURO-B.O.S.S. bzw. EURO-EWING 99).

Die Mehrzahl tritt im Kindesalter und während der Adoleszenz auf. Inzidenzen in dieser Altersgruppe:

  • Osteosarkome: 2-3/106/Jahr; Häufigkeitsmaximum in der 2. Lebensdekade

  • Ewing-Sarkome: 0,6/106/Jahr; Häufigkeitsmaximum in der 2. Lebensdekade

Die relativen Häufigkeiten sind in Tabelle 1 dargestellt.

Tabelle 1: Häufigkeitsverteilung 

Tumorentität

relative Häufigkeit

Osteosarkom

40

Chondrosarkom

20

Ewing-Sarkom / periphere neuroektodermale Tumore (PNET)

8

Fibrosarkom

8

malignes fibröses Histiozytom des Knochens

2

2Stadieneinteilung

Die Basis der Stadieneinteilung (Tabelle 3) sind die TNM Klassifikation (Tabelle 2) und das Grading.

Tabelle 2: TNM-Klassifikation [UICC/AJCC 2002] 

Klassifikation

Kriterium

TX

Primärtumor nicht beurteilbar

T1

Tumor ≤ 8 cm in größter Ausdehnung

T2

Tumor > 8 cm in größter Ausdehnung

T3

diskontinuierliche Ausbreitung im primär befallenen Knochen

N0

keine regionären Lymphknoten-Metastasen

N1

regionäre Lymphknoten-Metastasen

M0

keine Fernmetastasen

M1

Fernmetastasen

M1a

Lunge

M1b

andere Fernmetastasen

Grading: Grad 1-4. Ewing-Sarkome sind immer G4

Tabelle 3: Klassifikation der Tumorstadien [UICC/AJCC 2002] 

Stadium

Grading

Primärtumor

Lymphknotenstatus

Fernmetastasen

IA

G1, 2

T1

N0

M0

IB

G1, 2

T2

N0

M0

IIA

G3, 4

T1

N0

M0

IIB

G3, 4

T2

N0

M0

III

jedes G

jedes T

N0

M0

IVA

jedes G

jedes T

N0

M1a

IVB

jedes G

jedes T

N1

jedes M

IV

jedes T

jedes N

M1b

3Diagnostik [13]

3.1Lokale Ausbreitungsdiagnostik

  • lokale Tumorausbreitungsdiagnostik vor (!) bioptischer Abklärung:

  • konventionelle Röntgen-Aufnahmen

  • Kernspintomographie oder Computertomographie

  • Skelettszintigraphie

  • ggfs. Angiographie in Abhängigkeit von Lagebeziehungen zu Gefäßen

3.2Biopsie

  • Probe(Inzisions-) durch einen in der Sarkom-Chirurgie erfahrenen Operateur, der auch die spätere Operation durchführen wird.

  • PE aus dem extraossalen Weichteiltumor meist ausreichend; Knochen-PE nur bei ausschließlich ossärer Tumorlokalisation (kleines, ovaläres Fenster); möglichst transmuskulärer Zugang (cave: extrakompartimentale Aussaat) (Empfehlungsgrad B)

  • • Der gesamte durch die PE und Drainagen entstehende Narbenbereich einschließlich Umgebungsgewebe muss später in toto mit dem Gesamtpräparat entfernt werden können

  • CT-gesteuerte transkutane Nadelstanzbiopsien zur Initialdiagnostik nur in Einzelfällen an spezialisierten Zentren

  • Möglichst osteopathologische Referenzbegutachtung (Anschriften über COSS-Studienzentrale Stuttgart; EURO-EWING-99-Studienzentrale, Brüssel, Münster)

3.3Systemische Ausbreitungsdiagnostik

  • Röntgen und CT, des Thorax

  • ggfs. Sonographie, CT des Abdomens/Beckens

  • Skelettszintigraphie

  • Knochenmarkhistologie und Translokationsnachweis mittels PCR am KM-Aspirat (bei Ewing-Sarkomen/PNET, Details im Studienprotokoll EURO-EWING 99)

  • Begleitdiagnostik bei Chemotherapie: Echokardiographie, Audiogramm

4Osteosarkom (OS) [113]

4.1Klassifikation und Häufigkeit

Die Klassifikation und die relativen Häufigkeiten sind in Tabelle 4 zusammengefasst.

Tabelle 4: Klassifikation und Häufigkeit von Osteosarkomen 

Klassifikation

Subtyp

relative Häufigkeit (%)

zentrales (medulläres) Osteosarkom

80

high-grade (klassisch)

75-80

low-grade

< 2

peripheres (juxtakortikales) Osteosarkom

5-9

parossal

4-6*

periostal

≤ 2*

high-grade surface

≤ 1*

kraniofaziales Osteosarkom

< 7

extraskelettales Osteosarkom

< 1

intrakortikales Osteosarkom

< 1

sekundäres Osteosarkom (z. B. radiogen, M. Paget)

< 1

* bezogen auf die Gesamtzahl von Osteosarkomen

4.2Lokalisation

Die Lokalisationen und die relativen Häufigkeiten sind in Tabelle 5 zusammengefasst.

Tabelle 5: Lokalisation der Osteosarkome 

Klassifikation

Lokalisation

medulläres Osteosarkom

> 80 % in langen Röhrenknochen

45 % Femur

20 % Tibia

10 % Humerus

meist metaphysär

50 % kniegelenksnah, metaphysär an Femur und Tibia

parossales Osteosarkom

meist metaphysär oder meta-/diaphysär an langen Röhrenknochen

periostales Osteosarkom

meist diaphysär an Femur und Tibia

4.3Histologie

  • zentrales, medulläres OS (hoher Malignitätsgrad):

osteoblastisch, chondroblastisch, fibroblastisch, gemischt, teleangiektatisch, kleinzellig

4.4Prognose

Die Prognose von Osteosarkom-Patienten ist in Tabelle 6 zusammengestellt.

Tabelle 6: Prognose von Osteosarkom-Patienten 

Klassifikation

Prognose

klassisches zentrales (hochmalignes) Osteosarkom

  • 5 Jahres ÜLR ausschließlich operativ behandelter Patienten maximal 20 %

  • 5 Jahres ÜLR mit (neo-) adjuvanter Chemotherapie 50-70 %

parossales Osteosarkom

  • in 70-80 % der Fälle niedriger Malignitätsgrad; dabei 5 Jahres ÜLR ca. 80 % nach adäquater Operation

high grade surface Osteosarkom

  • histologisch und prognostisch vergleichbar dem intramedullären Osteosarkom

  • Indikation zur (neo-) adjuvanten Chemotherapie

periostales Osteosarkom

  • meist intermediärer Malignitätsgrad

  • Markeinbruch bei 30-50 %

niedrigmalignes, intraossäres OS

  • 5 Jahres ÜLR von ca. 80 %

  • meist ausschließlich operative Therapie

kraniofaziales Osteosarkom

  • nach R0 Resektion selten hämatogene Dissemination

  • Nutzen für krankheitsfreies und Gesamtüberleben durch zusätzliche Chemotherapie nicht gesichert

4.5Therapie

Alle Patienten sollen in oder in Anlehnung an die laufenden Studien behandelt werden. Einzelheiten hinsichtlich prognostischer Parameter und der hieraus abgeleiteten Therapie-modalitäten s. dort.

4.5.1Operationsprinzipien

  • Probeentnahme und definitive Operation nur an erfahrenen chirurgisch-onkologischen Zentren (im Rahmen der EURAMOS 1 und. EURO-B.O.S.S.-Studien operatives Konsiliarteam).

  • Das Resektionsverfahren muss in onkologischer und funktioneller Sicht langfristig befriedigend sein.

  • Chirurgisches Ziel ist die 'weite Resektion' (en bloc)

  • Extremitätenerhaltende Operationen gehen - besonders nach inadäquatem Ansprechen auf die präoperative Chemotherapie - mit einem höheren Lokalrezidivrisiko einher (5-15%). Zugeständnisse an einen Funktionserhalt zu Lasten der Radikalität der Operation sind nicht zulässig!

  • Lokalrezidive sind meist therapierefraktär mit letalem Ausgang

4.5.2Strahlentherapie

Osteosarkome sind wenig strahlensensibel, daher keine Bestrahlungsindikation. Ausnahmen ggfs. bei unzureichender Resektabilität (kraniofaziale OS,OS des Stammskeletts nach interdisziplinärer Absprache)

4.5.3Chemotherapie

Im Rahmen klinischer Studien (Kontakt Zentrum)

4.5.3.1Indikationen (Empfehlungsgrad A):

EURAMOS-1

  • hochmalignes Osteosarkom der Extremität oder des Achsenskeletts einschließlich sekundärer Osteosarkome. Juxtakortikale Osteosarkome und kraniofaziale Osteosarkome sind ausgeschlossen

  • resektable Erkrankung (Metastasierung nicht ausgeschlossen!)

  • Alter ≤40 Jahre

  • Start Chemotherapie innerhalb 30 Tagen seit Biopsie

EURO-B.O.S.S.

  • hochmaligner Knochentumor jeglicher Lokalisation: Osteosarkom („surface“ und zentral, primär und sekundär), MFH des Knochens, Leiomyosarkom des Knochens, dedifferenziertes Chondrosarkom, Angiosarkom des Knochens

  • Alter 41-65Jahre

Kraniofaziale, juxtacorticale, periossale OS nach Kontakt mit Studien-zentrale/ Zentrum für individualisierte Therapie

Primär klinisch evidente Metastasierung ist kein Ausschlussgrund für die Behandlung im Rahmen der entsprechenden klinischen Studien

4.5.3.2Therapiebeginn

präoperative Chemotherapie wegen einer/s

  • Erhöhung der Rate extremitätenerhaltender Operationen,

  • Beurteilbarkeit und Reduktion des lokalen Rezidivrisikos entsprechend dem präoperativen Therapieansprechen (vor allem bei geplanter extremitätenerhaltender OP),

  • Zeitgewinn für die OP-Planung und Bereitstellung von Endoprothesen,

  • frühzeitigen Eradikation der okkulten Mikrometastasierung bei ca. 80% der Patienten.

4.5.3.3Wahl der Chemotherapie

Kombinationschemotherapie unter Einschluss von

  • Adriamycin (ADM),

  • Cisplatin (DDP) ±,

  • Ifosfamid (IFS) ±

  • hochdosiertem Methotrexat (HD-MTX)

4.5.3.4Postoperative Chemotherapie
  • • Therapiefortführung entspr. Studienprotokoll (EURAMOS 1: risikoadaptiert: hochdosiertes Ifosfamid plus Etoposid bei schlechtem histologischem Ansprechen)

  • gutes histologisches Tumoransprechen: 5-JÜR: 70-90%

  • schlechtes histologisches Tumoransprechen (Nekroserate < 90%): 5-JÜR 40-60%; damit aber noch signifikant besser als bei Patienten ohne adjuvante Systemtherapie

4.5.3.5Erhaltungstherapie

keine (im Rahmen von EURAMOS 1 bei gutem Ansprechen randomisiert: IFN-α versus Kontrolle)

4.5.3.6Therapie bei synchroner oder metachroner Metastasierung
  • • Der Nachweis einer synchronen oder metachronen hämatogenen Tumor dissemination schließt eine Heilung nicht a priori aus.

  • Pulmonale oder andere, radiologisch erkennbare Metastasen lassen sich mit alleiniger Chemotherapie nur ausnahmsweise in eine dauerhafte komplette Remission überführen.

  • Für eine langfristige Tumorfreiheit ist die zusätzliche operative Entfernung aller resektablen Tumorresiduen entscheidend.

4.5.3.7Synchrone Metastasierung
  • Mittels primärer Chemotherapie kann eine objektive Remission bei 30-35% und bei einem Teil der primär inoperablen Patienten eine sekundäre Resektabilität erreicht werden.

  • Postoperativ muss die Chemotherapie mit mehreren Therapiezyklen fortgeführt werden.

  • • Mittels kombinierter chemotherapeutischer und nicht selten wiederholter operativer Behandlung können bei diesem Patientenkollektiv krankheitsfreie 5-JÜR von bis zu 50% erreicht werden.

  • Auch bei ≤ 10 Lungenmetastasen werden noch 3-5-JÜR von 10-30% beschrieben.

  • Die Therapie sollte im Rahmen der entsprechenden Therapieprotokolle (EURAMOS 1, EURO-B.O.S.S.) erfolgen.

4.5.3.8Metachrone Metastasierung (siehe COSS-96-Protokoll)
  • langfristiges krankheitsfreies Überleben nach Chemotherapie meist nur nach zusätzlicher, häufig mehrfacher Metastasenentfernung erreichbar

  • meist Durchführung einer prä- oder postoperativen Chemotherapie

  • einen Beweis dafür, dass eine adjuvante Chemotherapie nach kompletter Metastasenresektion die Überlebensrate verbessert, gibt es nicht.

  • die in einzelnen Studien berichteten 3-5 JÜR nach Thorakotomie ± Chemotherapie betragen 10-35%.

  • nach Vorbehandlung mit ADM, DDP, IFS ± HD-MTX liegen die im Rezidiv mit Kombinationen wie z.B. Cisplatin/Carboplatin + Etoposid oder Ifosfamid + Etoposid, Ifosfamid + Adriamycin oder HD-IFS oder Topotecan+Etoposid beschriebenen Remissionsraten bei ca. 30%.

  • zur Hochdosischemotherapie + KMT/PBSCT liegen bisher keine größeren, Erfahrungen vor.

4.6Nachsorge

  • entsprechend dem aktuellen EURAMOS 1/EURO-B.O.S.S.-Protokoll

  • • im übrigen Rö-Thorax-Untersuchungen während der ersten 2 Jahre nach Primärbe-handlung ca. 6-12 wöchentlich; im 3.-5. Jahr in ca. 6--monatlichen Intervallen; 5-10. Jahr: 6-12 monatlich

  • Kontrolle der Primärtumorregion analog (Rö, Sono, ggf. CT/MRT)

5Ewing-Sarkom(ES) / periphere (primitive) Neuroektodermale Tumore (PNET) [14 – 19]

5.1Klassifikation

  • Gruppe verwandter Entitäten, die sich durch das Ausmaß neuronaler Differenzierung unterscheiden

  • ES: hochmaligne anaplastische Tumoren neuroektodermaler Genese mit mesenchymaler Differenzierungsmöglichkeit

  • die ES-Gruppe weist in der Regel eine Translokation t(11;22), seltener t(21;22) oder t(7;22) auf

  • die Unterscheidung von ES und PNET beruht vorrangig auf dem Grad der Expression neuronaler Marker.

5.2Diagnostik

siehe Kapitel 3. Diagnostik

5.3Stadieneinteilung:

  • lokal vs. metastasiert

  • Ewing-Sarkome sind nur selten auf den Knochen beschränkt. Meist handelt es sich um den Knochen überschreitende Tumore.

5.4Lokalisation

Die Lokalisationen und die relativen Häufigkeiten sind in Tabelle 7 zusammengefasst.

Tabelle 7: Lokalisation der Osteosarkome 

Klassifikation

Lokalisation

ES / PNET

60 % Extremitäten, meist metaphysennah

25 % Femur, davon 75 proximale Meta-/Diaphyse)

11 % Humerus

11 % Tibia

40 % Stammskelett

20 % Becken und Os sacrum

Metastasen meist pulmonal oder ossär

Metastasen finden sich meist pulmonal oder ossär

5.5Prognose

  • infolge hoher Metastasierungsrate beträgt die 5-JÜR der ausschließlich lokal behandelten Patienten nur 10-20%

  • 5-JÜR bei adäquat lokal und chemotherapeutisch behandelten Patienten mit nicht metastasierten Primärtumoren 50-75%

  • Prognose abhängig von Primärtumorlokalisation, Primärtumorgröße (-volumen), histologischem Ansprechen, Metastasierung (ossär < pulmonal), Art des Fusionstranskripts.

  • In kleineren Studien wurden für Patienten mit primärer Metastasierung objektive Tumorremissionen von 60-90% und 3-5-JÜR von 20-50% beschrieben.

  • Patienten mit ossärer Metastasierung weisen mit 3-5 JÜR von ≤ 10-20% eine ungünstige Prognose auf.

5.6Therapie

  • Tumore der Ewing-Sarkom-Gruppe werden international gleichartig behandelt.

  • die interdisziplinäre Behandlung erfolgt in Deutschland möglichst im Rahmen des aktuellen Therapieprotokolls (derzeit EURO-EWING 99).

5.6.1Lokale Tumorkontrolle

  • • Ziel der Lokaltherapie ist die Sanierung des kompletten tumortragenden Kompartiments, incl. Knochen und Weichteile. Durch sorgfältige Selektion der lokoregionalen Therapie-verfahren können die Lokalrezidivraten auf 5-10% gesenkt werden.

  • Die lokale Tumorkontrollrate ist abhängig von Tumorlokalisation und -größe, der Qualität von Operation und Bestrahlung sowie den Selektionskriterien für diese Maßnahmen.

  • Kleine Tumoren weitgehend folgenlos radikal resezierbarer Knochen können ausschließlich operativ behandelt werden.

  • Bei kleinen Tumoren ungünstiger Lokalisation werden mittels alleiniger Strahlentherapie lokale Kontrollraten von bis zu 80-85% erreicht.

  • Strahlentherapieindikationen

    • kleine Tumoren

    • technische Irresektabilität

    • unzureichende Tumorregression auf präoperative Chemotherapie

    • postoperativ adjuvant

    • postoperativ additiv nach inkompletter Resektion

    • palliativ

      hinsichtlich Details der Indikationen für eine Strahlentherapie, siehe „EURO-EWING 99“-Therapieprotokoll.

5.6.2Systemtherapie

5.6.2.1Induktionschemotherapie

Unabhängig von den vorhandenen Risikofaktoren werden im Rahmen des EURO-EWING 99’-Protokolls zunächst 6 Therapiezyklen mit Vincristin, Ifosfamid, Doxorubicin und Etoposid (‚VIDE’) durchgeführt. Hieran schließt sich die lokale Tumorbehandlung, meist in Form einer Operation, an. Die Konsolidierungstherapie erfolgt entsprechend den individuellen Risikofaktoren; hierzu zählen das histopathologische Tumoransprechen bei resektablen Tumoren (gut: < 10% viable Zellen; ungenügend: ≥ 10% viable Tumorzellen), das Tumorvolumen (< vs. ≥ 200 ml) bei lokalisierten, primär resezierten oder nicht-resektablen Tumoren mit späterer Radiotherapiemöglichkeit, Primärtumoren mit früher Strahlentherapie, die primäre pleurale/pulmonale Metastasierung oder eine Knochen bzw. Knochenmark bzw. multifokale Metastasierung.

5.6.2.2Konsolidierungschemotherapie

Resektable lokalisierte Tumoren

nach Induktionschemotherapie (s.o.) und Operation erfolgen auf der Basis des histopathologischen Therapieansprechens nach einem weiteren VAI Zyklus:

  • gutes Ansprechen: Randomisation (R1) zwischen 7 Zyklen VAC ± Strahlentherapie oder 7 Zyklen VAI ± Strahlentherapie (Cave: bei cervikaler Radiotherapie kein HD-Busulfan)

  • schlechtes Ansprechen: Randomisation (R2loc) zwischen 7 Zyklen VAI ± Strahlentherapie oder Hochdosischemotherapie mit Busulfan und Melphalan ± Strahlentherapie (Cave: s.o.)

Lokalisierte, primär resezierte oder unresezierbare Tumoren mit späterer Strahlen-therapiemöglichkeit

  • Tumorvolumen < 200 ml: Randomisation (R1) zwischen 7 Zyklen VAC ± Strahlentherapie oder 7 Zyklen VAI ± Strahlentherapie

  • Tumorvolumen ≥ 200 ml: Randomisation (R2loc) zwischen 7 Zyklen VAI ± Strahlentherapie oder Hochdosischemotherapie mit Busulfan und Melphalan ± Strahlentherapie (Cave: s.o.)

Lokalisierte Tumoren mit frühzeitiger Strahlentherapie

  • Tumorvolumen < 200 ml: Randomisation (R1) zwischen 7 Zyklen VAC oder 7 Zyklen VAI

  • Tumorvolumen ≥ 200 ml:

    • Extremitätentumoren: Randomisation (R2loc) zwischen 7 Zyklen VAI oder Hochdosischemotherapie mit Busulfan und Melphalan (Cave:s.o.)

    • Tumoren der Körperachse: 7 Zyklen VAI oder experimentelle Therapie

Synchrone pulmonale/pleurale Metastasierung

Nach Induktionschemotherapie (s.o.) Randomisation (R2pulm) zwischen 7 Zyklen VAI plus Lungenbestrahlung oder Hochdosischemotherapie mit Busulfan und Melphalan, gefolgt von Operation ± Strahlentherapie (Cave: s.o.)

Extrapulmonale Metastasierung (z.B. Knochen/-mark)

Nach Induktionschemotherapie (6 x VIDE oder experimentelle Therapiestudien) und evtl. Operation des Primärtumors alternative Konsolidierungstherapien:

  • Hochdosischemotherapie mit Busulfan/Melphalan oder 2 Zyklen Melphalan / Etoposid

  • experimentelle Phase II-Studien

5.7Nachsorge

Entsprechend dem EURO-EWING 99-Protokoll; im Übrigen siehe Abschnitt 4 ‘Osteosarkom’

6Malignes fibröses Histiozytom des Knochens [13][2021]

  • 1-5% aller malignen Knochentumoren

  • Geschlechtsverteilung: m/w: 60/40%

  • Alterverteilung: Männer: 4.-6. Dekade; Frauen: 2.-3. Dekade

  • bis zu 20% auf dem Boden einer ossären Vorerkrankung

  • Histologie: überwiegend fibroblastisch (60%), überwiegend histiozytär/xanthomatös, Riesenzelltyp, myxoid

  • Lokalisation: meist Femur und Tibia (60%), gefolgt von Humerus und Os ilium

  • 5-JÜR nach ausschließlich lokaler Behandlung 20-50%.

  • In Analogie zur Behandlung der OS wurde in einigen Studien eine prä- und post-operative Chemotherapie durchgeführt (siehe auch COSS-96-Protokoll). Dabei fand sich ein den Osteosarkomen vergleichbares histopathologisches Tumoransprechen.

  • Die mittels lokaler Tumorbehandlung sowie prä- und postoperativer Chemotherapie erreichten 3-5-JÜR betragen 50-70%. Die verwendeten Chemotherapieregime waren Cisplatin/ADM, HD-MTX/ADM/VCR/BCD, HD-MTX/ADM/ Carboplatin oder HD-MTX/ADM/IFS

  • Aktuell: Therapie im Rahmen des EURO-B.O.S.S. Protokolls (41.-65. Lj.)

7Fibrosarkome des Knochens [13][22]

  • Alterverteilung: 2.-7. Dekade, Geschlechtsprädilektion: nicht bekannt

  • Lokalisation: Femur 30%, Tibia 15-20%, Humerus 10%, Schädel 10%; meist metaphysär oder meta-/diaphysär

  • Unterscheidung zentrale/medulläre vs. periphere/periostale Tumoren.

  • In ca. 20% als Sekundärtumoren nach Strahlentherapie, bei M. Paget oder ossären Riesenzelltumoren

  • 5- bzw. 10-JÜR nach ausschließlich lokaler Therapie (OP ± Bestrahlung) ca. 25-34% bzw. 20-28%.

  • periostale Tumoren haben eine günstigere Prognose als intramedulläre (10-JÜR: 48% vs. 20%).

  • 5-JÜR abhängig von Malignitätsgrad: G1: 64%; G2: 41%; G3: 23%

  • Obwohl eine eindeutige Therapieempfehlung aufgrund der meist anekdotischen Daten nicht möglich ist, erscheint es sinnvoll, die Therapie entsprechend dem histopathologischen Malignitätsgrad zu gestalten: radikale Resektion; Nachbestrahlung bei G2/3 Tumoren sowie bei G1-Tumoren nach nicht radikaler Resektion oder Irresektabilität (Empfehlungsgrad C).

  • Aktuell: bei hochmalignen Tumoren sollte die Behandlung im Rahmen des EURO-B.O.S.S. Protokolls erfolgen. Bei niedrig malignen Tumoren ist eine Chemotherapie nicht indiziert.

8Chondrosarkome (CS) [13][2326]

8.1Epidemiologie

  • ca. 20% der malignen Knochentumoren

  • Altergipfel 6. Dekade

  • Chondrosarkome Grad 3 gehäuft unter 30. Lebensjahr

  • Geschlechtsprädisposition (Pat. < 30 J.): m/w: 1,5/1

8.2Klassifikation und Histologie

  • primär vs. sekundär

  • zentral vs. peripher

  • Primäre CS:

    • zentrales CS

    • juxtakortikales (periostales) CS

    • mesenchymales CS

    • dedifferenziertes (histol. Grad 4) CS

    • Klarzell-CS

    • Malignes CS (?)

  • Histopathologisch werden üblicherweise 4 Malignitätsgrade (G 1-4) unterschieden, wobei > 85% einen Malignitätsgrad 1 oder 2 aufweisen.

8.3Lokalisation

  • Becken ca. 25%, Femur ca. 25%, Schultergürtel ca.15%, Rippen ca. 10%.

  • Röhrenknochen, meist metaphysär mit diaphysärer Ausbreitung

8.4Prognose

  • Metastasierungsrate ca. 5% für G1-Tumoren, 17-27% für G2- und 40-85% für G3/4-Tumoren.

  • Aufgrund der langsamen Progressionstendenz der zumeist niedrig- oder intermediär malignen Tumoren finden sich 20-30% der Rezidive oder Tumorprogressionen (nach inkompletter Resektion) erst nach > 5-10 Jahren

  • Prognostische Faktoren sind neben dem Malignitätsgrad die Tumorlokalisation, die Tumorgröße und der Ploidiestatus.

  • Die 10-JÜR betragen 47-77% für Grad 1-, 38-59% für Grad 2- und 15-36% für Grad 3-Tumoren.

  • Die dedifferenzierten und mesenchymalen Chondrosarkome sind durch eine den hoch-malignen Weichteilsarkomen vergleichbar rasche hämatogene Progression und eine 5-JÜR < 20% gekennzeichnet.

8.5Therapie

Patienten in der Altersgruppe 41-65 Jahre mit dedifferenzierten Chondrosarkomen sollen im Rahmen des EURO-B.O.S.S. Protokolls behandelt werden.

Wenn möglich komplette Tumorresektion.

  • bei inoperablen oder nicht weit im Gesunden resezierten Tumoren Strahlentherapie erwogen werden. Hierdurch kann in 30-50% der Fälle eine 3-5jährige und in einzelnen Fällen möglicherweise eine dauerhafte lokale Tumorkontrolle erreicht werden. Als Strahlenquelle werden Photonen verwendet; im Fall schädelbasisnaher Tumoren kann mittels Protonen im Einzelfall eine günstigere Dosisverteilung erreicht werden

  • Indikationen für eine zytostatische Chemotherapie

    • in palliativer Intention bei metastasierten hochmalignen, dedifferenzierten oder mesenchymalen CS mit nachgewiesener Tumorprogression (in Anlehnung an die Therapieempfehlungen für hochmaligne Weichteilsarkome)

    • ggf. adjuvant nach kompletter Resektion hochmaligner CS (Ausnahme: dedifferenzierte CS, s.o.) aufgrund der ≥ 80%igen Metastasierungsrate innerhalb von 5 Jahren; die Wirksamkeit einer adjuvanten Chemotherapie ist bei dieser Indikation infolge der geringen Tumorinzidenz jedoch nicht durch kontrollierte Studien gesichert.

8.6Nachsorge

Lokal und systemisch entsprechend dem Malignitätsgrad: bei G1/2-Tumoren alle 4-6 Monate; bei G3/4-Tumoren ca. alle 2-4 Monate.

9Literatur

  1. Freyschmidt J, Ostertag H, Jundt G: Knochentumoren. Klinik, Radiologie, Pathologie. Springer-Verlag, Berlin, Heidelberg, New York, 2. Auflage, 1998.

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  4. Bacci G, Briccoli A, Ferrari S, Longhi A, Mercuri M, Capanna R, Donati D, Lari S, Forni C, DePaolis M: Neoadjuvant chemotherapy for osteosarcoma of the extremity: long-term results of the Rizzoli's 4th protocol. Eur J Cancer 37:2030-2039, 2001. PMID:11597381

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  6. Eilber F, Giuliano A, Eckardt J, Patterson K, Moseley S, Goodnight J: Adjuvant chemotherapy for osteosarcoma: a randomized prospective trial. J Clin Oncol 5:21-26, 1987. PMID:3543236

  7. Voute PA, Souhami RL, Nooij M, Somers R, Cortes-Funes H, van der Eijken JW, Pringle J, Hogendoorn PC, Kirkpatrick A, Uscinska BM, van Glabbeke M, Machin D, Weeden S: A phase II study of cisplatin, ifosfamide and doxorubicin in operable primary, axial skeletal and metastatic osteosarcoma. European Osteosarcoma Intergroup (EOI). Ann Oncol 10:1211-1218, 1999. PMID:15086339

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11[Kapitel nicht relevant]

12[Kapitel nicht relevant]

13[Kapitel nicht relevant]

14[Kapitel nicht relevant]

15Anschriften der Verfasser

Prof. Dr. med. Jochen Schütte
Schwerpunktpraxis für ambulante
Tumortherapie, Hämatologie
und Onkologie
Schadowstr. 2
40212 Düsseldorf
Tel: 0211 877-4490
Fax: 0211 935-7040
Univ.-Prof. Dr. med. Jörg Thomas Hartmann
Katholische Hospitalvereinigung Ostwestfalen
Franziskus Hospital Bielefeld
Klinik für Hämatologie, Onkologie
und Immunologie
Kiskerstr. 26
33615 Bielefeld
Tel: 0521 589-1201
Fax: 0521 589-1204
Prof. Dr. med. Dipl.-Biochem. Rolf D. Issels
Klinikum der Universität München
Campus Großhadern
Medizinische Klinik III
Marchioninistr. 15
81377 München
Tel: 089 7095-4768
Fax: 089 7095-4776
PD Dr. med. Peter Reichardt
HELIOS Klinikum Berlin-Buch
Klinik für Interdisziplinäre Onkologie
Sarkomzentrum Berlin-Brandenburg
Schwanebecker Chaussee 50
13125 Berlin
Tel: 030 9401 54800
Fax: 030 9401 54809

16Erklärung zu möglichen Interessenkonflikten

nach den Regeln der DGHO Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie und den Empfehlungen der AWMF (Version vom 23. April 2010) und internationalen Empfehlungen