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Ifosfamid (Holoxan®)

Dokument Wechselwirkungen und Nebenwirkungen
Stand September 2025
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1Wechselwirkungen

1.1Pharmakokinetische Wechselwirkungen

1.1.1Resorption

1.1.2Distribution

1.1.3Metabolismus

Ifosfamid ist ein Prodrug. Der aktiv zytotoxisch wirksame Metabolit entsteht durch eine Umwandlung, die überwiegend über CYP3A4 vermittelt wird. Es ist davon auszugehen, dass die gleichzeitige Behandlung mit Ifosfamid und starken Induktoren von CYP3A4 vermehrt unerwünschte Wirkungen hervorrufen kann. Bei der gleichzeitigen Behandlung mit Ifosfamid und starken Inhibitoren von CYP3A4 können die systemische Verfügbarkeit von Ifosfamid und somit dessen klinische Wirksamkeit verringert sein und vermehrt ZNS- oder nephrotoxische Metaboliten gebildet werden.

1.2Pharmakodynamische Wechselwirkungen

Eine durch Ifosfamid verursachte und sehr häufig auftretende Myelosuppression kann durch die gleichzeitige Anwendung anderer myelosuppressiver Arzneistoffe verstärkt werden.

Bei der Anwendung von Ifosfamid treten gelegentlich Blutungen auf. Die gleichzeitige Behandlung mit Ifosfamid und gerinnungshemmenden Arzneistoffen kann das Blutungsrisiko zusätzlich erhöhen.

Eine durch Ifosfamid gelegentlich auftretende Kardiotoxizität kann bei gleichzeitiger Behandlung mit anderen potenziell kardiotoxischen Arzneistoffen (z.B. Anthracyklinen) das Risiko einer Kardiotoxizität erhöhen.

Eine durch Ifosfamid auftretende pulmonale Toxizität kann bei gleichzeitiger Behandlung mit anderen potenziell potenziell pulmotoxischen Arzneistoffen das Risiko einer pulmonalen Toxizität erhöhen.

Eine durch Ifosfamid sehr häufig auftretende Nephrotoxizität kann bei gleichzeitiger Behandlung mit anderen potenziell nephrotoxischen Arzneistoffen das Risiko einer Nephrotoxizität erhöhen.

Eine durch Ifosfamid sehr häufig auftretende Neurotoxizität kann bei gleichzeitiger Behandlung mit anderen zentral wirksamen Arzneistoffen das Risiko einer Neurotoxizität erhöhen.

1.3Einfluss der Nahrungsaufnahme auf die Bioverfügbarkeit

2Maßnahmen

Die gleichzeitige Behandlung mit Ifosfamid und Arzneistoffen, die starke CYP3A4-Inhibitoren oder Induktoren sind, sollte vermieden werden. Während der gesamten Dauer der Behandlung mit Ifosfamid ist auf den Verzehr von Grapefruits, grapefruitartigen Früchten (z.B. Pomelo, Bitterorangen) und deren Zubereitung zu verzichten.

Während der Behandlung mit Ifosfamid sollte auf eine Verminderung der Werte einzelner oder aller Blutzellreihen geachtet werden. Gegebenenfalls sind entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.

Die gleichzeitige Behandlung mit Ifosfamid und potenziell kardiotoxischen, nephrotoxischen oder pulmotoxischen Arzneistoffen sollte vermieden werden. Ist dies nicht möglich, sollte vor Beginn der Behandlung die jeweilige Organfunktion überprüft und während der Behandlung regelmäßig kontrolliert werden.

Eine gleichzeitige Behandlung mit Ifosfamid und zentral wirksamen Arzneistoffen sollte vermieden werden. Ist dies nicht möglich, sollte regelmäßig auf Symptome einer Enzephalopathie kontrolliert werden. Klinische Erfahrungen deuten darauf hin, dass die Gabe von Thiamin, Methylenblau oder Dexmedetomidin die Symptomatik abmildern oder verkürzen kann.

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