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Abirateronacetat (Zytiga®)

Dokument Wechselwirkungen und Nebenwirkungen
Stand September 2019
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1Wechselwirkungen

1.1Beeinflussung der Wirkung von Abirateron durch andere Arzneistoffe

Abirateron ist ein CYP3A4-Substrat, so dass CYP3A4-Induktoren seinen oxidativen Metabolismus beschleunigen. Die gleichzeitige Behandlung mit starken CYP3A4-Induktoren kann die Bioverfügbarkeit von Abirateron verringern und möglicherweise dessen Wirksamkeit beeinträchtigen. Die gleichzeitige Einnahme von CYP3A4-Inhibitoren beeinflusst die Plasmaspiegel von Abirateron nicht.

1.2Arzneistoffe, welche die Nebenwirkungen von Abirateron verstärken

Bei gleichzeitiger Behandlung mit Abirateron und [223Ra]Radiumchlorid wurden vermehrt Knochenbrüche und Todesfälle festgestellt. Eine Androgen-Entzugstherapie mit Abirateron kann das QT-Intervall verlängern. Bei gleichzeitiger Behandlung mit Arzneimitteln, die ebenfalls das QT-Intervall verlängern können, ist daher das Risiko für ventrikuläre Tachykardien erhöht. Torsade de pointes mit symptomatischen Schwindel- oder Ohnmachtsanfällen können auftreten. In seltenen Fällen können sie in Kammerflimmern und Herzstillstand übergehen.

1.3Beeinflussung der Wirkung anderer Arzneistoffe durch Abirateron

Abirateron ist ein CYP2D6-Hemmer und hemmt den oxidativen Metabolismus von CYP2D6-Substraten. Abirateron kann die analgetische und antitussive Wirksamkeit von Codein beeinträchtigen und die Bioverfügbarkeit von Dextromethorphan um ca. 200 % erhöhen. Die gleichzeitige Behandlung mit Abirateron kann die Wirkungen von CYP2D6-Substraten (Ajmalin, Amphetamine, Dextromethorphan, Flecainid, Haloperidol, Hydromorphon, Metoprolol, Propafenon, Propranolol, Risperidon, Tramadol, Venlafaxin) verstärken.

1.4Einfluss der Nahrungsaufnahme auf die Bioverfügbarkeit von Abirateron

Eine gleichzeitige Gabe von Abirateron mit Nahrung erhöht die Abirateronexposition bis zu 17-fach.

1.5Einfluss von Magen-pH-modulierenden Arzneistoffen auf die Bioverfügbarkeit von Abirateron

Über eine mögliche Beeinflussung der Bioverfügbarkeit von Abirateron durch Magen-pH-modulierende Arzneistoffe liegen keine klinisch relevanten Untersuchungsergebnisse vor.

2Maßnahmen

Die gleichzeitige Behandlung mit [223Ra]Radiumchlorid ist kontraindiziert. Die gleichzeitige Anwendung mit Arzneistoffen, welche die QT-Zeit verlängern, ist mit großer Vorsicht durchzuführen.

3Anschriften der Experten

Prof. Dr. rer. nat. Christoph Ritter
Universität Greifswald
Institut für Pharmazie, Klinische Pharmazie
Friedrich-Ludwig-Jahn-Str. 17
17487 Greifswald
Laura Pufahl
Apothekerin
Rheintalstr. 22a
79618 Adelhausen
Janine Ziemann
Institut für Pharmazie
E-Moritz-Arndt-Universität Greifswald
F.-Ludwig-Jahn-Str. 17
17489 Greifswald
Mathias Nietzke
St.-Johannes-Hospital Dortmund
Zentralapotheke - Abteilung Zytostatika
Johannesstr. 9-17
44137 Dortmund
Dr. Markus Horneber
Universitätskliniken für Innere Medizin,
Schwerpunkt Onkologie/Hämatologie &
Schwerpunkt Pneumologie,
Klinikum Nürnberg, Paracelsus Med. Privatuniversität
Prof.-Ernst-Nathan-Str. 1
90491 Nürnberg
PD Dr. Claudia Langebrake
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Klinik u. Poliklinik f. Stammzelltranspl.
Klinik-Apotheke
Martinistr. 52
20246 Hamburg

4Erklärungen zu möglichen Interessenkonflikten

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