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Alectinib (Alecensa®)

Dokument Wechselwirkungen und Nebenwirkungen
Stand Oktober 2021
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1Wechselwirkungen

1.1Pharmakokinetische Wechselwirkungen

Distribution: Alectinib weist eine sehr hohe Plasmaproteinbindung auf. Dadurch kann es andere stark an Plasmaproteine gebundene Arzneistoffe aus der Plasmaeiweißbindung verdrängen. Dies kann bei Arzneistoffen mit geringer therapeutischer Breite zu einer Verstärkung erwünschter und unerwünschter Wirkungen führen, wenn deren Abbau- und Ausscheidungswege eingeschränkt sind.

Metabolismus: Der Abbau von Alectinib sowie dessen aktiven Hauptmetaboliten M4 erfolgt überwiegend über das Enzym CYP3A4. Die gleichzeitige Gabe von Alectinib mit starken Induktoren oder starken Inhibitoren von CYP3A4 hat aber keinen bedeutsamen Einfluss auf die gemeinsame systemische Verfügbarkeit von Alectinib und M4.

1.2Pharmakodynamische Wechselwirkungen

Unter der Behandlung mit Alectinib treten häufig Bradykardien auf. Durch die gleichzeitige Anwendung von Alectinib mit Arzneistoffen, die bradykard wirken, kann eine Bradykardie verstärkt werden.

1.3Einfluss der Nahrungsaufnahme auf die Bioverfügbarkeit

Im Vergleich zur Einnahme im nüchternen Zustand erhöht die Einnahme von Alectinib zusammen mit einer sehr fettreichen, hochkalorischen Mahlzeit dessen orale Bioverfügbarkeit um das Dreifache.

2Maßnahmen

Bei einer gleichzeitigen Gabe von Alectinib mit anderen Arzneistoffen, die eine Bradykardie verursachen, sollte regelmäßig die Herzfrequenz kontrolliert werden. Je nach Schweregrad der auftretenden Bradykardien ist eine Dosisreduktion oder ein Absetzen der beteiligten Arzneimittel nötig. Während der Therapie mit Alectinib sollten der Blutdruck und die Herzfrequenz regelmäßig überwacht werden.

Alectinib ist zusammen mit Nahrung einzunehmen. Dies entspricht den Einnahmebedingungen der relevanten Zulassungsstudien.

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