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Chlorambucil

Dokument Wechselwirkungen und Nebenwirkungen
Stand Januar 2022
Dies ist die aktuell gültige Version des Dokuments

1Wechselwirkungen

1.1Pharmakokinetische Wechselwirkungen

1.1.1Resorption

1.1.2Distribution

1.1.3Metabolismus und Elimination

Der Abbau von Chlorambucil erfolgt in der Leber mittels Monodichloroethylierung und β-Oxidation zum Hauptmetabolit Phenylessigsäurelost (PAAM), der im Tierversuch alkylierende Eigenschaften besitzt. Außerdem reagiert Chlorambucil mit Glutathion zu Mono- und Di-Glutathionkonjugaten des Chlorambucils.

Die an der Verstoffwechselung von Chlorambucil beteiligten Enzyme sind derzeit nicht bekannt.

1.2Pharmakodynamische Wechselwirkungen

Eine durch Chlorambucil verursachte und sehr häufig auftretende Myelosuppression kann durch die gleichzeitige Anwendung anderer myelosuppressiver Arzneistoffe verstärkt werden.

Häufig bei Kindern und Jugendlichen mit nephrotischem Syndrom auftretende Krampfanfälle können durch gleichzeitige Anwendung von Chlorambucil mit anderen Arzneistoffen, welche die Krampfschwelle senken, verstärkt werden.

1.3Einfluss der Nahrungsaufnahme auf die Bioverfügbarkeit

Wird Chlorambucil mit einer fettreichen Mahlzeit eingenommen, verringert sich dessen orale Bioverfügbarkeit im Vergleich zur Einnahme im nüchternen Zustand um 27 %.

2Maßnahmen

Während der Behandlung mit Chlorambucil sollte auf eine Verminderung der Werte einzelner oder aller Blutzellreihen geachtet werden. Gegebenenfalls sind entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Eine gleichzeitige Behandlung mit Chlorambucil und anderen Arzneistoffen, die Krampfanfälle auslösen können, sollte vermieden werden. Ist die gleichzeitige Behandlung mit Arzneistoffen, die Krampfanfälle auslösen können, erforderlich, muss eine engmaschige Überwachung auf Anzeichen von Krampfanfällen erfolgen.

Die Einnahme von Chlorambucil sollte nüchtern erfolgen, dies entspricht einer Einnahme im Abstand von mindestens einer Stunde vor einer Mahlzeit bzw. einem möglichst großen Abstand zur vorangegangenen Mahlzeit.

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