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Dabrafenib (Tafinlar®)

Dokument Wechselwirkungen und Nebenwirkungen
Stand Oktober 2021
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1Wechselwirkungen

1.1Pharmakokinetische Wechselwirkungen

Distribution: Dabrafenib weist eine sehr hohe Plasmaeiweißbindung auf. Dadurch kann es andere stark an Plasmaproteine gebundene Arzneistoffe aus der Plasmaeiweißbindung verdrängen. Dies kann bei Arzneistoffen mit geringer therapeutischer Breite zu einer Verstärkung erwünschter und unerwünschter Wirkungen führen, wenn deren Abbau- und Ausscheidungswege eingeschränkt sind.

Metabolismus: Der Abbau von Dabrafenib erfolgt durch CYP2C8 und CYP3A4. Die dadurch entstehenden aktiven Metaboliten Hydroxy-Dabrafenib und Desmethyl-Dabrafenib sind ebenfalls Substrate von CYP3A4. Die gleichzeitige Behandlung mit Crizotinib und starken Induktoren oder starken Inhibitoren von CYP3A4 oder CYP2C8 kann die systemische Verfügbarkeit von Ceritinib und dessen aktiven Metaboliten und somit deren klinische Wirksamkeit beeinträchtigen beziehungsweise vermehrt unerwünschte Wirkungen hervorrufen.

Dabrafenib ist ein moderater Enzyminduktor von CYP3A4. Die gleichzeitige Gabe von Dabrafenib mit Arzneistoffen, die Substrate von CYP3A4 sind und eine enge therapeutische Breite aufweisen, kann daher zu einer Reduktion oder zu einem Verlust der klinischen Wirksamkeit dieser Arzneistoffe führen.

1.2Pharmakodynamische Wechselwirkungen

Über das Auftreten von pharmakodynamischen Wechselwirkungen mit Dabrafenib liegen keine klinischen Untersuchungsergebnisse vor.

1.3Einfluss der Nahrungsaufnahme auf die Bioverfügbarkeit

Im Vergleich zur Einnahme im nüchternen Zustand verringert die Einnahme von Dabrafenib mit Nahrung die orale Bioverfügbarkeit von Dabrafenib um 31%.

2Maßnahmen

Die gleichzeitige Gabe von Dabrafenib mit Arzneistoffen, die Induktoren oder starke Inhibitoren der Enzyme CYP3A4 und CYP2C8 sind, sollte vermieden werden.

Wenn eine gleichzeitige Behandlung mit Dabrafenib und Arzneistoffen, die CYP3A4-Substrate mit enger therapeutischer Breite sind, erforderlich ist, müssen die Patient*innen engmaschig hinsichtlich des Auftretens von unerwünschten Wirkungen überwacht werden.

Dabrafenib ist sowohl in der Monotherapie als auch in der Kombinationstherapie mit Trametinib mindestens eine Stunde vor einer Mahlzeit bzw. in einem möglichst großen Abstand zu einer vorangegangenen Mahlzeit einzunehmen.

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