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Ibandronsäure

Dokument Wechselwirkungen und Nebenwirkungen
Stand September 2025
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1Wechselwirkungen

1.1Pharmakokinetische Wechselwirkungen

1.1.1Resorption

Bei oraler Applikation können Calcium und andere Produkte, die mehrwertige Kationen (Aluminium, Magnesium, Eisen) enthalten, einschließlich Milch und andere Lebensmittel, die Resorption von Ibandronsäure verringern.

1.1.2Distribution

1.1.3Metabolismus

Ibandronsäure wird nicht metabolisiert. Es sind daher keine metabolischen Wechselwirkungen zwischen Ibandronsäure und anderen Arzneistoffen zu erwarten.

1.2Pharmakodynamische Wechselwirkungen

Unter der Therapie mit oral verabreichter Ibandronsäure wurden gastrointestinale Perforationen beobachtet. Das Risiko hierfür kann sich durch die gleichzeitige Gabe von Ibandronsäure mit Arzneistoffen, die in den Prostaglandinstoffwechsel eingreifen (z.B. NSAIDs, Kortikosteroide) erhöhen.

Eine während der Behandlung mit Ibandronsäure häufig auftretende Hypokalzämie kann durch die gleichzeitige Gabe von Aminoglykosiden verstärkt werden.

1.3Einfluss der Nahrungsaufnahme auf die Bioverfügbarkeit

Wird Ibandronsäure peroral mit einer Standardmahlzeit eingenommen, verringert sich die orale Bioverfügbarkeit im Vergleich zur Einnahme im nüchternen Zustand um 75 %.

2Maßnahmen

Es wird empfohlen, dass die perorale Einnahme von Ibandronsäure nach einer nächtlichen Nüchternperiode von mindestens 6 Stunden erfolgen sollte, um Wechselwirkungen mit der Nahrung zu vermeiden. Desweitern wird empfohlen nach der Einnahme noch mindesten eine Stunde nüchtern zu bleiben.

Die Einnahme von Calcium und anderen Produkten, die mehrwertige Kationen (Aluminium, Magnesium, Eisen) enthalten, einschließlich Milch und anderen Lebensmittel, darf frühestens ebenfalls eine Stunde nach der Einnahme von Ibandronsäure erfolgen.

Die Gabe von Kortikosteroiden oder NSAIDs während der Therapie mit oral verabreichter Ibandronsäure sollte vermieden werden.

Während einer gleichzeitigen Behandlung von Ibandronsäure und Aminoglykosiden sollte der Calciumspiegel im Blut regelmäßig kontrolliert werden.

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