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Nintedanib (Vargatef®)

Dokument Wechselwirkungen und Nebenwirkungen
Stand Oktober 2021
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1Wechselwirkungen

1.1Pharmakokinetische Wechselwirkungen

Metabolismus und Elimination: Der Abbau von Nintedanib erfolgt überwiegend mittels Esterasen, wodurch der freie Säureanteil BIBF 1202 entsteht. BIBF 1202 wird anschließend über UGT-Enzyme glucuronidiert. Nintedanib wird transmembranös über P-Glykoprotein transportiert (Efflux). Die gleichzeitige Behandlung mit starken Induktoren oder starken Inhibitoren von P-Glykoprotein kann die systemische Verfügbarkeit von Nintedanib und somit dessen klinische Wirksamkeit beeinträchtigen beziehungsweise vermehrt unerwünschte Wirkungen hervorrufen.

1.2Pharmakodynamische Wechselwirkungen

Unter der Therapie mit Nintedanib wurden gastrointestinale Perforationen beobachtet. Das Risiko hierfür kann sich durch die gleichzeitige Gabe von Nintedanib mit Arzneistoffen, die in den Prostaglandinstoffwechsel eingreifen (z.B. NSAIDs und/oder Kortikosteroide), erhöhen.

1.3Einfluss der Nahrungsaufnahme auf die Bioverfügbarkeit

Im Vergleich zur Einnahme im nüchternen Zustand verzögert die Einnahme von Nintedanib mit einer Mahlzeit die Resorption, führt aber zu einer um 20% erhöhten oralen Bioverfügbarkeit.

2Maßnahmen

Die gleichzeitige Behandlung mit Nintedanib und Arzneistoffen, die starke Induktoren des P-Glykoproteins sind, sollte vermieden werden. Die gleichzeitige Gabe von Nintedanib und Arzneistoffen, die starke Inhibitoren des P-Glykoproteins sind, kann erfolgen, wenn die Patient*innen engmaschig auf unerwünschte Wirkungen von Nintedanib kontrolliert werden.

Die Gabe von Kortikosteroiden oder NSAR während der Therapie mit Nintedanib sollte vermieden werden.

Nintedanib sollte nüchtern, d.h. mindestens eine Stunde vor einer Mahlzeit bzw. in einem möglichst großen Abstand nach einer vorangegangenen Mahlzeit eingenommen werden.

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