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Pomalidomid (Imnovid®)

Dokument Wechselwirkungen und Nebenwirkungen
Stand Januar 2022
Dies ist die aktuell gültige Version des Dokuments

1Wechselwirkungen

1.1Pharmakokinetische Wechselwirkungen

1.1.1Resorption

1.1.2Distribution

1.1.3Metabolismus und Elimination

Der Abbau von Pomalidomid erfolgt hauptsächlich durch die Enzyme CYP1A2 und CYP3A4. Des Weiteren wird Pomalidomid transmembranös über P-Glykoprotein transportiert (Efflux). Die gleichzeitige Gabe von Pomalidomid und Induktoren oder Inhibitoren von CYP3A4 und P-Glykoprotein hatte keinen bedeutsamen Einfluss auf die systemische Verfügbarkeit von Pomalidomid. Die gleichzeitige Behandlung mit Pomalidomid und starken Inhibitoren von CYP1A2 kann die systemische Verfügbarkeit von Pomalidomid steigern und somit das Risiko unerwünschter Wirkungen erhöhen.

1.2Pharmakodynamische Wechselwirkungen

Eine durch Pomalidomid verursachte und häufig auftretende Myelosuppression kann durch die gleichzeitige Anwendung anderer myelosuppressiver Arzneistoffe verstärkt werden. Dies gilt insbesondere für Granulozytopenien. Das Risiko für unter der Behandlung mit Pomalidomid auftretende thromboembolische Ereignisse kann durch die gleichzeitige Einnahme von Arzneistoffen, die das Risiko für thromboembolische Ereignisse erhöhen, vergrößert werden.

1.3Einfluss der Nahrungsaufnahme auf die Bioverfügbarkeit

Die orale Bioverfügbarkeit von Pomalidomid wird durch die gleichzeitige Aufnahme von Nahrung nicht wesentlich beeinflusst.

2Maßnahmen

Während der Therapie mit Pomalidomid sollte eine gleichzeitige Gabe von Arzneistoffen, die starke CYP1A2-Inhibitoren sind, vermieden werden. Ist dies nicht möglich, sollte die Pomalidomid-Dosis um 50% reduziert werden (EPAR Product Information, Stand: 18.12.2020).

Während der Behandlung mit Pomalidomid sollte auf eine mögliche Verminderung der Werte einzelner oder aller Blutzellreihen geachtet werden. Gegebenenfalls sind entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Bei einer gleichzeitigen Behandlung mit Pomalidomid und Arzneistoffen, die das Risiko für thromboembolische Ereignisse erhöhen können, müssen die Patient*innen regelmäßig hinsichtlich des Auftretens von thromboembolischen Ereignissen überwacht werden.

Kommentare

12.04.2022 06:46
Jens Winter-Emden sagt
12.04.2022 06:46

Kann es sein, dass Überschrift und Inhalt nicht zusammenpassen? (Pomalidomid // Ponatinib)

12.04.2022 08:12
Christoph Mußmann sagt
12.04.2022 08:12

Vielen Dank für den wichtigen Hinweis. Der Fehler ist behoben. Nun wird der korrekte Text angezeigt. Das Onkopedia-Team