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Tivozanib (Fotivda®)

Dokument Wechselwirkungen und Nebenwirkungen
Stand Januar 2022
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1Wechselwirkungen

1.1Pharmakokinetische Wechselwirkungen

1.1.1Resorption

1.1.2Distribution

Tivozanib weist eine sehr hohe Plasmaeiweißbindung auf. Dadurch kann es andere stark an Plasmaproteine gebundene Arzneistoffe aus der Plasmaeiweißbindung verdrängen. Dies kann bei Arzneistoffen mit geringer therapeutischer Breite zu einer Verstärkung erwünschter und unerwünschter Wirkungen führen, wenn deren Abbau- und Ausscheidungswege eingeschränkt sind.

1.1.3Metabolismus und Elimination

Die Ausscheidung von Tivozanib erfolgt hauptsächlich biliär in unveränderter Form. Die Bildung von Metaboliten über CYP3A4 stellt einen untergeordneten Stoffwechselweg dar. Dennoch kann die gleichzeitige Behandlung mit Tivozanib und starken Induktoren von CYP3A4 die systemische Verfügbarkeit von Tivozanib und somit dessen klinische Wirksamkeit verringern. Dagegen führt die gleichzeitige Gabe von Tivozanib mit CYP3A4-Inhibitoren zu keiner Veränderung der systemischen Verfügbarkeit von Tivozanib.

1.2Pharmakodynamische Wechselwirkungen

Da unter der Therapie mit Tivozanib gelegentlich QTc-Zeit-Verlängerungen beobachtet wurden, kann eine gleichzeitige Behandlung mit QTc-Zeit verlängernden Arzneistoffen und Tivozanib das Risiko für das Auftreten polymorpher ventrikulärer Arrhythmien, sogenannter „Torsade de Pointes“ erhöhen.

1.3Einfluss der Nahrungsaufnahme auf die Bioverfügbarkeit

Die orale Bioverfügbarkeit von Tivozanib wird durch die gleichzeitige Aufnahme von Nahrung nicht wesentlich beeinflusst.

2Maßnahmen

Die gleichzeitige Behandlung mit Tivozanib und Arzneistoffen, die starke CYP3A4–Induktoren sind, sollte vermieden werden.

Die gleichzeitige Behandlung mit Tivozanib und QTc-Zeit verlängernden Arzneistoffen sollte vermieden werden. Ist dies nicht möglich, sollte auf einen ausgeglichenen Elektrolythaushalt geachtet und regelmäßig die QTc-Zeit kontrolliert werden.

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