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Vitamin C, hochdosiert

Die Kapitel zu komplementären und alternativen Therapieverfahren wurden auf der Grundlage von Übersetzungen der evidenzbasierten Zusammenfassungen (CAM Summaries) des europäischen Projektes CAM Cancer erstellt. Diese sind strukturierte Übersichtsarbeiten, in denen Daten zu Grundlagen und Anwendung komplementärmedizinischer Verfahren in Form von kurzen Monographien aufbereitet wurden.

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Vitamin C, hochdosiert

Stand: August 2015
Autoren: CAM-Cancer Consortium, Kompetenznetz Komplementärmedizin in der Onkologie - KOKON Luc Geeraert (Englische Originalversion: CAM-Cancer Consortium. Intravenous high-dose vitamin C [online document]. http://www.cam-cancer.org/CAM-Summaries/Other-CAM/Intravenous-high-dose-vitamin-C - July 9, 2014). Übersetzung und Ergänzungen durch KOKON - Kompetenznetz Komplementärmedizin in der Onkologie.

1Zusammenfassung

Im folgenden Text wird unter hochdosiertem Vitamin C eine intravenöse Gabe von >0,5 g Ascorbinsäure pro kg Körpergewicht verstanden. Im Zusammenhang mit Tumorerkrankungen werden der hochdosierten Gabe von Vitamin C verschiedene Wirkungen zugeschrieben: Zytotoxizität für maligne Zellen, nicht aber für gesundes Gewebe, Verbesserung der Lebensqualität von Tumorpatienten, Schutz gesunder Zellen vor Chemotherapie-induzierter Zytotoxizität und Wirkungsverstärkung der Strahlen- und in bestimmten Fällen der Chemotherapie.

Die wenigen klinischen Studien, darunter eine einzige kontrollierte Studie, geben Hinweise, dass die Applikation von >0,5 g Ascorbinsäure pro kg KG nebenwirkungsarm möglich ist, wenn keine renale Funktionseinschränkung vorliegt und ein Glukose-6-Phosphat-Dehydrogenasemangel ausgeschlossen ist. Die Studien geben erste Anhaltspunkte dafür, dass eine Verbesserung von Faktoren der Lebensqualität durch die hochdosierter Gabe von Vitamin C möglich sein könnte und Hinweise darauf, dass antitumoröse Wirkungen wenig wahrscheinlich sind.

Aus pharmakologischer Sicht kann hochdosiertes Vitamin C die Wirkung von Zytostatika auf Tumorzellen sowohl vermindern, als auch synergistisch wirken.

2Grundlagen

2.1Beschreibung

Vitamin C gehört zu den wasserlöslichen Vitaminen. Der Tagesbedarf eines gesunden Erwachsenen wird von der Gesellschaft für Ernährung mit 100 mg angegeben.

2.2Terminologie

Vitamin C wird auch als L-Ascorbinsäure oder Natrium-L-Ascorbat bezeichnet.

2.3Zusammensetzung

-

2.4Anwendung

Der vorliegende Text bezieht sich auf die intravenöse Verabreichung von hochdosiertem Vitamin C (>0,5 g pro kg Körpergewicht).

Phase-I-Studien zur Dosisfindung bei Tumorpatienten empfehlen drei- bis viermal pro Woche 1,5–2 g Vitamin C i.v. pro kg Körpergewicht [12]. In weiteren klinischen Studien wird geraten, die Behandlung mit einer geringeren Dosis zu beginnen und, sofern keine unerwünschten Ereignisse zu beobachten sind, die Dosis allmählich auf die endgültige Höhe zu steigern [13].

Die Stabilität von Ascorbinsäurelösungen für Infusionszwecke ist zeitlich begrenzt [46].

Bezüglich der für eine Antitumorwirkung erforderlichen klinischen Dosis liegen keine konsistenten Daten vor [7]. Von der eingangs erwähnten Dosis von 1,5 g pro kg Körpergewicht ist lediglich bekannt, dass sie unbedenklich und geeignet ist, bei Patienten mit normaler Nierenfunktion über mehrere Stunden Ascorbinsäure-Plasmakonzentrationen von über 10 mmol/l zu erreichen [1].

2.5Geschichte

Vitamin C wurde 1928 von dem ungarischen Wissenschaftler Szent-Györgyi isoliert. Es spielt bei verschiedenen biologischen Prozessen eine wichtige Rolle, so z.B. der Kollagenbiosynthese. Es ist ein wichtiges wasserlösliches Reduktionsmittel und Antioxidans, das potenziell schädliche freie Radikale, die bei der Zellatmung entstehen, einfangen kann. Ein anhaltender Vitamin-C-Mangel führt zu Skorbut, einer durch Bindegewebsschädigung und Brüchigwerden der Blutgefäße gekennzeichneten Erkrankung mit unter Umständen tödlichem Verlauf [9].

Bald nach der Isolation des Vitamin C wurden Methoden zur synthetischen Herstellung des Moleküls entwickelt, so dass es allgemein erhältlich wurde. Im Lauf der Jahre wurden zahlreiche Kasuistiken und Einzelfallberichte sowie Pilotstudien publiziert, die alle der Nahrungsergänzung mit Vitamin C bei Tumorkrankheiten einen mehr oder weniger großen klinischen Vorteil bescheinigten [10]. Zwei kontrollierte retrospektive Studien (mit 10 g Vitamin C täglich, i.v. und oral) von Cameron und Pauling untermauerten diese Aussagen weiter [1112]. Da es sich bei den letzteren Studien allerdings um nicht randomisierte retrospektive Studien handelte, wurden vom US-amerikanischen National Cancer Institute (NCI) zwei randomisierte, Placebo-kontrollierte Doppelblindstudien zur Bewertung der Auswirkung von hochdosiertem Vitamin C auf die Symptome und das Überleben von Patienten mit fortgeschrittenen Malignomen in Auftrag gegeben [1314]. Die Studien von Creagan und Moertel mit 10 g Vitamin C tägl. oral (nicht i.v.) stellten aber keinen Vorteil fest. Daher verließ die konventionelle Onkologie in den 1980er Jahren die Verwendung von Vitamin C in der Tumortherapie [1516].

In den späten 1990er Jahren wurde festgestellt, dass die Konzentrationen von Vitamin C im Plasma und Gewebe durch die intestinale Resorption und die renale Rückresorption und Exkretion in engen Grenzen gehalten wird [17181920]. Somit ist es unmöglich, die Plasma- und Gewebespiegel zu erhöhen, wenn die orale Aufnahme von Vitamin C über 200 mg täglich liegt. Durch die intravenöse Gabe lässt sich diese Kontrolle so lange umgehen, bis durch die renale Exkretion wieder das physiologische Gleichgewicht hergestellt ist. Bei gesunden Freiwilligen führte die orale Gabe der höchsten verträglichen Dosis von 3 g alle 4 Stunden zu einer maximalen Plasmakonzentration von 0,22 mmol/l, während nach einer i.v. Dosis von 50 g Vitamin C die maximale Plasmakonzentration 13,4 mmol/l betrug [21]. Vergleichbare Ergebnisse waren auch bei Tumorpatienten festzustellen [12223].

Die Applikationsform des Vitamin C ist demnach entscheidend für die Erzielung pharmakologischer Konzentrationen, daher wurde eine Neubewertung der Rolle von Vitamin C in der Tumortherapie erforderlich [924].

2.6Indikationen

Vitamin C Infusionen werden sowohl zur Tumorbehandlung als auch in der Supportivtherapie angeboten.

2.7Wirkmechanismen

In niedriger, physiologischer Konzentration (0,1 mmol/l) ist Vitamin C ein Antioxidans, das reaktive Sauerstoffverbindungen inaktiviert [25]. In hohen, pharmakologischen Konzentrationen (bis zu 20 mmol/l) kann es aber auch pro-oxidative Wirkungen entfalten, durch die bspw. Peroxide entstehen, die zytotoxisch wirken [2627].Die In-vitro-Ergebnisse wurden in Studien an Ratten und Mäusen bestätigt, wo nach der intravenösen Gabe von hochdosiertem Vitamin C in der extrazellulären Flüssigkeit, nicht aber im Blut, weitgehend die gleichen tumorzelltötenden Konzentrationen von Wasserstoffperoxid festgestellt wurden. Die orale Gabe führte nicht zur Bildung von Wasserstoffperoxid [282930]. Es wird angenommen, dass das extrazelluläre Wasserstoffperoxid in die Tumorzellen diffundiert und dort seine toxische Wirkung über einen ATP-Mangel entfaltet, der zum Zelltod führt. Darüber hinaus schädigt es die Zellmembranen sowie die DNA und beeinträchtigt den Glukosestoffwechsel. In normalen Zellen wird Wasserstoffperoxid rasch durch antioxidative Enzyme wie Katalase, Glutathionperoxidase und Superoxiddismutase neutralisiert, während diese Enzyme bei den meisten humanen Tumorentitäten in geringen oder nicht ausgeglichenen Konzentrationen vorliegen [31].

Die tägliche intravenöse Gabe von hochdosiertem Vitamin C führte bei Mäusen zu einer signifikanten Verringerung des Tumorvolumens um 41–53 % bei verschiedenen aggressiven Tumorentitäten [29]. In anderen Mausmodellen für humane Tumoren und in humanen Karzinomzelllinien wurde ebenfalls eine Hemmung des Tumorwachstums festgestellt [930323334].

Mehrere Fallberichte zur Behandlung fortgeschrittener Tumoren mit hochdosiertem intravenösem Vitamin C wurden publiziert [4243444546474849]. Die Vitamin-C-Infusionen wurden entweder als alleinige Therapie oder in Kombination mit einer konventionellen Therapie eingesetzt. Insgesamt zeigten die Ergebnisse keine Toxizitäten. In mehreren Fällen wurde zudem eine Regression des Tumors oder sogar eine komplette Remission beobachtet.

2.8Verbreitung

Obwohl die Verwendung von hochdosiertem, intravenösem Vitamin C in der konventionellen Onkologie verlassen wurde, ist sie in der alternativen und Komplementärmedizin weit verbreitet [35].

2.9Zulassung

Keine Beschränkungen.

2.10Kosten

Die Kosten variieren erheblich. In Internet-Apotheken sind Vitamin C Ampullen mit 7,5 g für knapp 10 Euro erhältlich, die Verabreichung durch einen Arzt oder im Rahmen eines Klinikaufenthaltes wird mit Preisen bis zu 150,00 $ pro Infusion angegeben.

3Wirksamkeit

3.1Einsatzgebiet

3.1.1Übersichtsarbeiten

Es wurden mehrere klinische Phase-I-Studien initiiert, wobei die Ergebnisse von einer kontrollierten und sechs nicht kontrollierten Studien in einer Übersichtsarbeit zusammengefasst bereits veröffentlicht wurden. Darüber hinaus wurden acht Fallstudien und fünf retrospektive Studien berichtet. Mehrere klinische Studien sind noch nicht abgeschlossen [36].

Während die Fallstudien und die retrospektiven Studien einige Hinweise auf die Wirksamkeit von hochdosiertem intravenösem Vitamin C lieferten, zeigten die publizierten klinischen Studien kein Ansprechen der Tumoren. Insgesamt lieferten sie Evidenz für das Fehlen von Toxizitäten, limitierte Evidenz für eine Verbesserung der Lebensqualität und einige Hinweise auf synergistische Wirkungen mit bestimmten konventionellen Tumortherapien.

Einzelheiten zu den Studien sind in Tabelle 1 zu finden.

3.1.2Klinische Studien

Nur eine einzige kontrollierte klinische Studie ist publiziert. In dieser randomisierten, kontrollierten Phase I/IIa-Studie von Ma et al. wurden 27 Patientinnen mit neu diagnostiziertem Ovarialkarzinom im Stadium III/IV zur konventionellen Paclitaxel/Carboplatin-Therapie entweder alleine (Kontrollgruppe) oder in Kombination mit Vitamin C i.v. (Behandlungsgruppe) randomisiert [37]. Es zeigte sich, dass die zusätzliche intravenöse Gabe von hochdosiertem Vitamin C die mit der Chemotherapie zusammenhängenden Toxizitäten reduzierte.

Intravenöses Vitamin C wurde in einer klinischen Pilotstudie mit 24 Tumorpatienten in fortgeschrittenem Erkrankungsstadium gut vertragen, ein Patient blieb im Verlauf dieser Studie progressionsfrei [38]. Bemerkenswert ist hier, dass die verwendeten Dosen niedrig waren. Nach der Gabe von hochdosiertem intravenösem Vitamin C bei 39 terminalen Tumorpatienten kam es bei verschiedenen Aspekten der gesundheitsbezogenen Lebensqualität zu einer Verbesserung: signifikant höhere Scores für körperliche, emotionale, kognitive und Rollenfunktion sowie signifikant niedrigere Scores für Fatigue, Übelkeit/Erbrechen, Schmerzen und Appetitverlust [39].

In einer Phase-I-Studie zur Dosisfindung und Pharmakokinetik mit 24 Patienten mit fortgeschrittenen Karzinomen oder hämatologischen Malignomen, die auf die Standardtherapie nicht ansprachen, erwies sich hochdosiertes intravenöses Vitamin C als sicher und frei von wesentlichen Toxizitäten. Die Patienten, die mindestens 0,6 g Vitamin C pro kg Körpergewicht erhielten, konnten ihre körperliche Lebensqualität während der gesamten Studie beibehalten. Keiner der Patienten zeigte eine objektive Therapieantwort [1].

Die Kombination von intravenösem Vitamin C mit einer Gemcitabin/Erlotinib-Standardtherapie wurde in einer offenen Phase-I-Studie mit Dosiseskalation bei 14 Patienten mit metastasierendem Pankreaskarzinom untersucht [40]. Neun Patienten schlossen die Studie ab, von welchen 7 Progressionsfreiheit erreichten. Durch die zusätzliche Gabe von Vitamin C zu Gemcitabin und Erlotinib kam es zu keinem erkennbaren Toxizitätsanstieg.

In einer Phase-I-Dosiseskalationsstudie mit 17 Patienten mit fortgeschrittenen soliden Tumoren, die nicht auf die Standardtherapie ansprachen, wurde die Pharmakokinetik von hochdosiertem intravenösem Vitamin C untersucht [2]. Vitamin C wurde allgemein gut vertragen und es wurde keine objektive Therapieantwort beobachtet. Die Autoren empfehlen für zukünftige Studien eine Dosis von 70–80 g/m2 (d.h. ca. 2 g pro kg Körpergewicht).

In einer klinischen Phase-I-Studie mit neun Patienten mit bioptisch gesichertem Pankreasadenokarzinom im Stadium IV wurde die gleichzeitige Gabe von hochdosiertem intravenösem Vitamin C und Gemcitabin gut vertragen, wobei sich ansatzweise eine Wirkungsverbesserung durch den Zusatz von Vitamin C abzeichnete [41].

Cameron et al. führten drei kontrollierte retrospektive Studien durch, in welchen terminale Tumorpatienten unter Vitamin C mit historischen Kontrollpatienten verglichen wurden, die kein Vitamin C erhalten hatten. Diese Studien stellten in den mit Vitamin C behandelten Gruppen eine Verlängerung des Überlebens fest [111250]. Das Design dieser Studien wurde allerdings wegen der fehlenden Randomisierung und Placebokontrolle kritisiert. Zudem erhielten einige Patienten das Vitamin C oral, außerdem betrug die Behandlungsdauer bei intravenösem Vitamin C nur etwa 10 Tage und die verwendeten Dosen waren eher niedrig.

Vollbracht et al. untersuchten im Rahmen einer epidemiologischen retrospektiven Kohortenstudie die intravenöse Gabe von Vitamin C im ersten postoperativen Jahr bei Frauen mit Mammakarzinom und stellten fest, dass Vitamin C zu einer signifikanten Reduzierung der Beschwerden infolge der Krankheit selbst sowie der Chemo- bzw. Strahlentherapie führte. Vitamin C wurde gut vertragen und hatte keine Auswirkungen auf den Tumorstatus nach 6 oder 12 Monaten [51].

Die Analyse der Daten von 45 Patienten mit unterschiedlichen Tumorentitäten, die mit hochdosiertem intravenösen Vitamin C behandelt wurden, von Mikirova et al. zeigte Auswirkungen dieser Therapie auf die CRP- und pro-inflammatorischen Zytokinspiegel, was wiederum die Hypothese stützt, dass hochdosiertes intravenöses Vitamin C bei Tumorpatienten das Entzündungsgeschehen reduzieren kann [52].

4Sicherheit

4.1Nebenwirkungen

Die unerwünschten Ereignisse nach der Gabe von hochdosiertem intravenösem Vitamin C waren geringund entsprachen den Nebenwirkungen, die beim schnellen Infundieren von hoch osmolaren Lösungen zu erwarten sind. Siekonnten durch das Trinken von Flüssigkeit vor und während der Infusion vermeiden werden[13538].

4.2Kontraindikationen

Bei Patienten mit Glukose-6-Phosphat-Dehydrogenasemangel wurde das Risiko einer Hämolyse infolge von Vitamin C in hoher Dosis festgestellt [5354]. Daher sollten die Patienten vor Therapiebeginn auf diese Stoffwechselstörung untersucht werden.

Oxalsäure ist ein Endprodukt der metabolischen Oxidation von Vitamin C. Eine Oxalatnephropathie wurde nach der intravenösen Gabe von Vitamin C bei eingeschränkter Nierenfunktion berichtet [555657]. Allerdings ist bei normaler Nierenfunktion das Risiko eines intrarenalen Auskristallisierens von Oxalat nicht erhöht [58]. Daher ist hochdosiertes intravenöses Vitamin C bei eingeschränkter Nierenfunktion kontraindiziert und eine positive Nierensteinanamnese sollte näher untersucht werden.

Bedenken wurden auch wegen der Gefahr von lebensbedrohlichen Blutungen und rascher Tumornekrose geäußert [59]. Die Autoren empfahlen daher eine allmähliche Dosissteigerung unter sorgfältiger Kontrolle des Patienten.

4.3Interaktionen

Da Vitamin C in physiologischen Konzentrationen antioxidative Eigenschaften besitzt, ist denkbar, dass es die Wirkung von Tumortherapien wie der Strahlentherapie und einiger Chemotherapeutika, die zu einer vermehrten Bildung reaktiver Sauerstoffverbindungen führen, abschwächt.

Zu den Wechselwirkungen von Vitamin C und Tumortherapien wurden mehrere Studien in vitro ebenso wie in vivo durchgeführt [3637606162636465666768]. Dabei wurde festgestellt, dass Vitamin C die Wirkung der Strahlentherapie und einiger Chemotherapeutika verstärkt, während es die Wirkung anderer Chemotherapeutika nicht beeinflusst oder sogar verringert. In dieser Hinsicht sind die Ergebnisse von Heaney et al. erwähnenswert [69]. Der Vergleich der therapeutischen Wirksamkeit einer Reihe von Chemotherapeutika an Zelllinien und tumortragenden Mäusen mit und ohne Vorbehandlung mit Dehydroascorbinsäure (der oxidierten Form des Vitamin C) zeigte, dass letzteres eine dosisabhängige Reduzierung der Zytotoxizität bewirkte. Spätere Studien, die mit pharmakologischen Konzentrationen von Vitamin C arbeiteten, stellten die Relevanz dieser Ergebnisse allerdings in Frage [63]. Zudem zeigten mehrere Studien, dass Vitamin C bei gleichzeitiger Gabe die Wirkung von Bortezomib aufheben könnte [70].

5Vitamin C, hochdosiert - Sudienergebnisse

Quelle: Luc Geeraert, CAM-Cancer Consortium. Intravenous high-dose vitamin C [online document]. http://www.cam-cancer.org/CAM-Summaries/Other-CAM/Intravenous-high-dose-vitamin-C , Juli 2014.

Tabelle 1: Vitamin C, hochdosiert - Studienergebnisse 

Erstautor /Jahr

[Referenz]

Studiendesign

Patienten

N

Kontrolle

Intervention

Endpunkt und Methodik

Ergebnisse

Anmerkungen

Kontrollierte klinische Studien

Ma et al., 2014 [37]

randomisiert, kontrolliert

Ovarialkarzinom Stadium III/IV, Erstdiagnose

27

Paclitaxel/Carboplatin

Paclitaxel/Carboplatin

Vitamin C intravenös (75 oder 100 g, zweimal wöchentlich, über 12 Woche)

unerwünschte Ereignisse

Überlebensrate nach 5 Jahren

Reduktion der Chemotherapie-assoziierten Toxizität

Die Kontrollgruppe erhielt kein Placebo.

Nicht-kontrollierte klinische Studien

Riordan et al., 2005 [38]

keine Kontrollgruppe

 

unterschiedliche Tumore, Endstadium

24

Vitamin C intravenös (0,15-0,71 g/kg KG, täglich, über bis zu 8 Wochen,, einzige Behandlung

unerwünschte Ereignisse

radiologische Bildgebung zur Tumorprogression

intravenöses Vitamin C wurde gut toleriert; 2 Patienten brachen die Behandlung ab, bei einem Patienten stabilisierte sich die Erkrankung unter der Behandlung.

die eingesetzten Dosierungen waren niedrig; die Plasmakonzentrationen überschritten 3,8 mM nicht

Yeom et al., 2007 [39]

keine Kontrollgruppe

 

unterschiedliche Tumore, Endstadium

39

Vitamin C (10 g intravenös zweimal, und 4 g oral täglich, über 1 Woche), einzige Behandlung

Lebensqualität

Patienten hatten signifikant niedrigere Scores bei Fatigue, Übelkeit/Erbrechen, Schmerzen und Appetitlosigkeit; andere Funktionen und Symptome waren nicht signifikant verändert.

die eingesetzten Dosierungen waren niedrig; sehr kurze Behandlungsdauer

Hoffer et al., 2008 [1]

Dosiseskalation,

keine Kontrollgruppe

 

unterschiedliche Tumore oder hämatologische Neoplasien, die nicht auf Standardtherapie ansprachen

24

Vitamin C intravenös (0,4-1,5 g/kg KG, dreimal wöchentlich, über bis zu 30 Wochen), einzige Behandlung

unerwünschte Ereignisse

Pharmakokinetik

intravenöses Vitamin C wurde gut vertragen; Pharmakokinetik und empfohlene Dosierungen wurden bestimmt; kein objektives Tumoransprechen

Monti et al., 2012 [40]

Dosiseskalation,

keine Kontrollgruppe

 

metastasiertes Pankreaskarzinom

14

Vitamin C intravenös (50, 75 oder 100 g, dreimal wöchentlich, über bis zu 8 Wochen), in Kombination mit Gemcitabin und Erlotinib

unerwünschte Ereignisse

CT Bildgebung für Tumoransprechen

Rückgang von Primärtumoren; keine unerwünschten Ereignisse außer Symptomen der Tumorprogression und/oder Nebenwirkungen der Gemcitabin/Erlotinib-Therapie

kurze Behandlungsdauer

Stephenson et al., 2013 [2]

Dosiseskalation,

keine Kontrollgruppe

 

unterschiedliche solide Tumore, die nicht auf Standardtherapie ansprachen

17

Vitamin C intravenös (30-130g/m2, wöchentlich an 4 aufeinanderfolgenden Tagen, über 4 Wochen), als einzige Behandlung

unerwünschte Ereignisse

Lebensqualität

Pharmakokinetik

intravenöses Vitamin C wurde gut vertragen; Pharmakokinetik und empfohlene Dosierungen wurden bestimmt; kein objektives Tumoransprechen Phar

Welsh et al., 2013 [4]

keine Kontrollgruppe

metastasiertes Pankreaskarzinom, histologisch gesichert, Stadium IV

9

Vitamin C intravenös (15-125g, zweimal wöchentlich, über 69-556 Tage), in Kombination mit Gemcitabin

unerwünschte Ereignisse

Zeit bis zum Progress und Gesamtüberlebenszeit

Kombination mit Gemcitabin gut vertragen; Hinweis auf statistisch nicht-signifikante Wirksamkeit

keine ausreichenden Patientenzahlen für eine Auswertung der Wirksamkeit

Retrospektive Studien

Cameron und Pauling, 1976 [11]

kontrolliert, retrospektiv

Tumorpatienten im Endstadium

100

historische Kontrollgruppe (n=1.000)

Vitamin C intravenös (10 g täglich über 10 Tage, dann oral; oder nur oral) als einzige Behandlung

Gesamtüberlebenszeit

4fache Verlängerung der mittleren Überlebenszeit in der Vitamin-C-Gruppe

einige Patienten erhielten Vitamin C oral und nicht intravenös; kurze Behandlungsdauer; Dosierung ziemlich niedrig;

Cameron und Pauling, 1978 [12]

kontrolliert, retrospektiv

Tumorpatienten im Endstadium

100

historische Kontrollgruppe (n=1.000)

Vitamin C intravenös (10 g täglich über 10 Tage, dann oral; oder nur oral) als einzige Behandlung

Gesamtüberlebenszeit

5fache Verlängerung der mittleren Überlebenszeit in der Vitamin-C-Gruppe

einige Patienten erhielten Vitamin C oral und nicht intravenös; kurze Behandlungsdauer; Dosierung ziemlich niedrig;

Cameron und Pauling, 1991 [50]

kontrolliert, retrospektiv

Tumorpatienten im Endstadium

294

historische Kontrollgruppe (n=1.532)

Vitamin C intravenös (10 g täglich über 10 Tage, dann oral; oder nur oral) als einzige Behandlung

Gesamtüberlebenszeit

2fache Verlängerung der mittleren Überlebenszeit in der Vitamin-C-Gruppe

einige Patienten erhielten Vitamin C oral und nicht intravenös; kurze Behandlungsdauer; Dosierung ziemlich niedrig;

Vollbracht et al., 2011 [51]

epidemiologische, retrospektive Kohortenstudie

Mammakarzinom

53

Kontrollpatienten (n=72)

Vitamin C intravenös (7,5 g, einmal wöchentlich, über ≥4 Wochen) in Kombination mit Standardtherapie

unerwünschte Ereignisse

intravenöses Vitamin C wurde gut vertragen; Verbesserung der Lebensqualität; kein Einfluss auf den Tumorstatus

die eingesetzten Dosierungen waren niedrig

Mikirova et al., 2012 [52]

keine Kontrollgruppe, retrospektiv

unterschiedliche Tumore, nach Beendigung der konventionellen Tumortherapie

45

Vitamin C intravenös (7,5 -50g, 1-100 Behandlungen) als einzige Behandlung

CRP

Entzündungsparameter

Tumormarker

proinflammatorische Zytokine

Modulation der Entzündung korreliert mit Rückgängen der Tumormarker

Fallserien

Cameron und Campbell, 1974 [42]

keine Kontrollgruppe

unterschiedliche Tumore, fortgeschritten

50

Vitamin C intravenös oder oral (5-45g täglich, Dauer nicht beschränkt) als einzige Behandlung

unerwünschte Ereignisse

Ansprechen auf die Therapie

3 Patienten mit stabiler Erkrankung, 5 mit Rückbildung, 4 mit Tumorhämorrhagien und Nekrose;

Verbesserung der Lebensqualität

keine größeren Nebenwirkungen

die eingesetzten Dosierungen waren niedrig; einige Patienten mit oralem Vitamin C zeigen positive Effekte auf das Tumorwachstum; kurze Behandlungsdauer

Riordan et al., 1990, 1995, 1996, 1998, 2000 [4347]

keine Kontrollgruppe

unterschiedliche Tumore, metastasiert

8

Vitamin C intravenös (15-100 g zweimal wöchentlich über lange Zeit), als einzige Behandlung oder in Kombination mit konventioneller Therapie

unerwünschte Ereignisse

Therapieansprechen

radiologische Bildgebung

körperliche Untersuchung

7 Patienten mit Ansprechen; intravenöses Vitamin C wurde gut vertragen

Drisko et al., 2003 [48]

keine Kontrollgruppe

epitheliales Ovarialkarzinom, fortgeschritten

2

Vitamin C intravenös (60 g zweimal wöchentlich bis einmal zweiwöchentlich, keine zeitliche Begrenzung), als einzige Behandlung oder in Kombination mit konsolidierender Chemotherapie

Biomarker-Monitoring

radiologische Bildgebung

körperliche Untersuchung

2 Patienten krankheitsfrei 3 Jahre nach Diagnose; intravenöses Vitamin C wurde gut vertragen

Padayatty et al., 2006 [49]

keine Kontrollgruppe

unterschiedliche Tumore, fortgeschritten

3

Vitamin C intravenös (15-65 g zweimal wöchentlich über >2 Monate, dann niedrigere Therapiefrequenz) als einzige Behandlung

klinische Beurteilung nach den Kriterien der National Cancer Institute Best Case Series Guidelines

unabhängige pathologische Bestätigung der Tumordiagnose

3 Patienten in Remission

6Literatur

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7[Kapitel nicht relevant]

8[Kapitel nicht relevant]

9[Kapitel nicht relevant]

10[Kapitel nicht relevant]

11Anschriften der Experten

CAM-Cancer Consortium
NAFKAM - The National Research Center
in Complementary and Alternative Medicine
UiT The Arctic University of Norway
NO 9037 Tromsø
Kompetenznetz Komplementärmedizin in der Onkologie - KOKON
Klinik für Innere Medizin 5, Schwerpunkt Onkologie/Hämatologie
Universitätsklinik der Paracelsus Medizinische Privatuniversität
Klinikum Nürnberg
Prof.-Ernst-Nathan-Str. 1
90419 Nürnberg

12Erklärungen zu möglichen Interessenskonflikten

KOKON wird gefördert durch die Deutsche Krebshilfe.

CAM-Cancer erhält finanzielle Unterstützung von der Krebsliga Schweiz und der Stiftung Krebsforschung Schweiz für die deutschen Übersetzungen.

13Mitwirkung

Das Kompetenznetz Komplementärmedizin in der Onkologie – KOKON koordinierte den Prozess der Fachübersetzung. Die englische Originalversion übersetzten Martha Bohus und Ulrike Heiß, Conference Consulting, Interpreting and Translations, Königsbrunn. Die Begutachtung und Bearbeitung der deutschen Version erfolgte durch KOKON und wurde durch CAM-CANCER freigegeben.